Die Königin der Seidenstraße - Historischer Roman von Agnes ImhofThursday, August 21. 2008
Piper Verlag, ISBN: 978-3-492-05117-0
Ab 11. September 2008 im Handel! Mit ihrem Gesang bringt sie Kalifen und Heilige um den Verstand. Ihre Lieder peitschen die Sinne auf, ihre Respektlosigkeit reizt das Verlangen ihrer Zuhörer – eine ebenso verführerische wie gefährliche Gabe. In einer Welt, in der Ruhm den Männern vorbehalten ist, wird sie zur Göttin von Bagdad: Arib, die berühmteste Kurtisane am Hofe Harun ar-Raschids. Doch die Frau mit der Stimme eines Engels und dem Mundwerk einer Hure hat eine abenteuerliche Vergangenheit, von der keiner ihrer Liebhaber etwas ahnt: Vor Jahren entkam sie allein dem blutigen Massaker, bei dem ihre ganze Familie ausgelöscht wurde. Arib floh vor den Häschern des Kalifen durch die Salzsteppen Khorasans über die uralten Wege der Seidenstraße. Als Junge verkleidet reiste sie mit Karawanen, traf auf Pilger und Nomadenstämme - umgeben von Huren und Händlern, von Opium, Zimtrinde und edlen Stoffen. Bis sie sich in einen faszinierenden Fremden aus dem fernen Frankenreich verliebte und damit alles aufs Spiel setzte. Jahre später, auf dem Höhepunkt ihrer Macht, holt diese Vergangenheit sie ein. Und plötzlich muss sich Arib entscheiden: zwischen der leidenschaftlich ersehnten Rache am Mörder ihrer Familie – und der großen, einzigen Liebe ihres Lebens. Die Königin der Seidenstraße erzählt die wahre Geschichte der Frau, der die Kalifen aus 1001 Nacht zu Füßen lagen. Sie entführt in eine Welt voller Luxus und Ausschweifung, aber auch voller Intrigen und Hass. Agnes Imhof Sie recherchiert „wie eine Kommissarin der Mordkommission“. Agnes Imhof, geboren 1973 in München, studierte Islamwissenschaft und spricht unter anderem Arabisch und Persisch. Mit ihrem Mann und ihrer Tochter lebt sie in der Nähe von München. Mehr von Agnes Imhof: Das Buch des Smaragds. (Historischer Roman, Piper 2006) ISBN-13: 978-3-492-04798-2, ISBN-10: 3-492-04798-x Die friesische Sklavin Atika gerät in den Bann des größten Ketzers des Islam – und mit ihm in den eines düsteren Fanatikers. Es beginnt eine gnadenlose Jagd nach dem verbotenen Buch des Smaragds... Agnes Imhof und Peter Prange: Der Harem. Sinnliche Begegnungen im Serail. (Anthologie, Droemer Knaur 2008) ISBN: 3426198320 Erotische Geschichten aus dem Harem – dem verborgenen Reich orientalischer Frauen. Die Königin der Seidenstraße bei amazon Mehr über Agnes Imhof Kostenloser Rategeber UrheberrechtSunday, August 3. 2008
Da das Thema gerade für Autoren angesichts der Publikationsform Internet, aber auch im Bereich Sachbuch von großem Interesse ist, hier ein Beitrag aus Uhus °finest-assorted° Weblog Droppings:
Von iRights, unterstützt von der Bundeszentrale für politische Bildung und dort für 2 Euro als Printpublikation zu haben (der Ratgeber, nicht iRights), ist ein kostenlos herunterladbarer Ratgeber zum Thema Urheberrecht erschienen. Darin behandelt werden in leicht verständlicher, aber kompetenter Form Fragen von den Kopier- und Darstellungsmöglichkeiten fremder Texte und Textteile über Bilder, Persönlichkeitsschutz der Photographierten, der Definition von Bildzitaten und Verwendung von Musikstücken, Liedtexten und dergleichen - ein knapp gehaltenes und dennoch sehr umfassendes Werk, das sowohl für Sach- und Fachbuchautoren, als auch für aktive Nutzer des Internets sehr interessant sein dürfte. Verlagsdurchsuchung wegen angeblicher TitelschutzverletzungFriday, August 1. 2008
Wie in buchmarkt.de nachzulesen ist, bekam der Verlag Random House Besuch von einer Staatsanwältin, da ein Print on Demand-Autor den Titelschutz an einem seiner Bücher verletzt sah. Dabei wurde laut dem Bericht nicht einmal kontrolliert, ob die Aussage des Autors, sehr bekannt zu sein, überhaupt zutraf - stattdessen drohte die Staatsanwältin dem Verlag unumwunden damit, mit 15 Polizisten das Haus zu durchsuchen. Mehr lesen ...
Ein solch schwerer Eingriff in den Geschäftsalltag aufgrund einer derart trivialen Streitsache belegt erneut, wie leichtfertig derzeit mit dem Instrument Hausdurchsuchung verfahren wird. Das dritte Schwert - das jüngste Gemeinschaftswerk von zwölf Quo Vadis-Mitgliedern ist erschienen!Friday, June 27. 2008 Nach frühem Mittelalter in Deutschland und spätem in England wählten die Autoren diesmal das Thema "Römer in Deutschland". Schauplatz ist der rätische Limes, wo sich bei dem heutigen Aalen ein großes Reiterkastell befand. Der sich so philosophisch gebende Kaiser Marcus Aurelius sah sich mit ständigen Kämpfen gegen die Germanen konfrontiert, eine eingeschleppte Seuche aus dem Osten, die die Bevölkerung deziminierte, war eine zusätzliche Bürde. Die römische Weltherrschaft hat ihren Zenith überschritten, die Macht Roms gerät ins Wanken. Zwischen die Fronten, zwischen Rom und Germanien, geraten die Brüder Decius und Manius. Mit "Das dritte Schwert" geben die Autoren schon jetzt einen Ausblick auf das bevorstehende Limes-Jahr 2009, im dem sich die Varus-Schlacht zum zweitausendsten Mal jährt. /Ilka Stitz Aufbau-Autoren vernetzten sichWednesday, June 18. 2008
Die Nachricht von der Insolvenz der Aufbau-Verlagsgruppe hat vielerorts hohe Wellen geschlagen. Auch in der QUO VADIS- Mailingliste war die Aufregung zunächst natürlich groß. Doch schon nach wenigen Stunden kamen die betroffenen Autorinnen und Autoren darin überein, dass es unmöglich sei, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken, und gründeten spontan eine Mailingliste, in der sie sich über die aktuellen Entwicklungen austauschen wollten. Mittlerweile haben sich auf diesem Wege bereits eine stattliche Anzahl Autorinnen und Autoren zusammengeschlossen und beinahe täglich kommen weitere hinzu.
Nicht nur Mitglieder von QUO VADIS sind mittlerweile dabei, sondern auch aus anderen Vereinigungen wie SYNDIKAT, Montsegur Autorenforum u.a. Gerade ging ein offener Brief an die Geschäftsleitung sowie die Presseabteilung der Aufbau-Verlagsgruppe, in dem 15 Autorinnen und Autoren dem Verlagsteam ihre Solidarität und Unterstützung kundtun. Was erwarten Leser vom Historischen Roman? Eine UmfrageWednesday, February 27. 2008
Der Autorenkreis Historischer Roman Quo vadis hat auf der langen Lesenacht im vergangenene Jahr in Lauf auf Initiative von Frank S. Becker eine Umfrage unter den immerhin rund 200 Zuhörern gemacht, was sie am Historischen Roman besonders reizt: Ist es das Geschlecht der Hauptfigur? Ist es die Epoche der Handlung? Wie wichtig sind Titel und Titelbild?
Heraus kam ein recht interessantes Ergebnis: "So spielt bei der Kaufentscheidung das Geschlecht der Hauptperson des Romans praktisch keine Rolle, auch das Interesse für die Epochen ist breit gefächert, eine Vorliebe für das Mittelalter gibt es nicht." Die Umfrage ist als PDF auf unseren Seiten herunterladbar. Historische Kartenwerke onlineWednesday, January 30. 2008
Von sowohl ästhetischem als auch historischem Interesse mögen die alten Kartenwerke sein, die sich mittlerweile in großer Vielzahl im Internet wiederfinden. Eines davon ist das des Nicolaus Germanus, das auf dem ptolemäischen basiert.
Die Uni Bremen hat ihrerseits ebenfalls alte Karten online bereitgestellt, und der Fundus im Internet wächst. (u. a. via Schockwellenreiter) Die Närrin des Königs - Historischer Roman von Angeline BauerThursday, December 6. 2007
Angeline Bauer
Die Närrin des Königs Historischer Roman Ab 1. Januar 2008 im Handel. Aufbau Verlag ISBN Nummer: ISBN-10: 374662388X ISBN-13: 978-3746623887 Der Roman erscheint auch in Brailleschrift. Angeline Bauer lebt als freie Autorin am Chiemsee. Im Aufbau Verlag bisher von ihr erschienen „Hahnemanns Frau" und „Die Seifensiederin". Mehr zur Autorin unter www.angeline-bauer.de Das Buch: Vor ihrer spitzen Zunge und ihren derben Späßen bleibt keiner verschont, und so wundert es nicht, dass Mathurine, die Närrin des Königs, sich immer wieder Feinde macht. Als der junge Nicolas d'Amerval an den Hof kommt, verliebt sie sich in ihn - doch solche Gefühle sind das Letzte, was eine Närrin sich leisten darf! Zu allem bleibt eine Liebesnacht mit Nicolas nicht ohne Folgen. Heimlich bringt sie ein Mädchen zur Welt, wohlwissend, dass sie es nicht aufziehen kann. Mithilfe einer verschwiegenen Hebamme gelingt es ihr, das Kind bei einer adeligen Familie aufwachsen zu lassen. Doch die Heimlichkeit hat ihren Preis. Jahre später droht Mathurines Tochter mit ihrem eigenen Vater verheiratet zu werden. Die Hofnärrin Mathurine lebte im 16. Jahrhundert und diente drei französischen Königen - Heinrich III., Heinrich IV. und Ludwig XIII. Mehr als 30 Jahre trieb sie als Fou en titre ihre Späße, sang, tanzte und spielte für den König und seine Gäste. Sie war nicht nur eine schillernde Persönlichkeit, sie kann auch als Erfinderin der Yellowpress bezeichnet werden. Auf dem Pont Neuf verkaufte sie eine 'Hofklatschzeitung' und brachte dadurch ein wenig vom Glanz des Adels zu den kleinen Leuten. Hofnarren waren keineswegs einfältige Spaßmacher, sondern Amtspersonen und Berater des Königs. Nur sie durften ihn duzen und ihm und seinem Gefolge unverblümt uns straflos die Wahrheit sagen. Um dieser Aufgabe gerecht werden zu können, mussten sie nicht nur musizieren, singen und tanzen können, sondern auch klug und gebildet sein. Die Narrenkappe, der Narrenorden, und manchmal auch ein Narrensiegel wiesen sie als Amtsperson aus. Die Karnevalsnarren sind ein Überbleibsel der Hofnarren, auch sie dürfen mit klugen Reden und deftigen Späßen jeden, sei er 'König' oder kleiner Mann, ungestraft aufs Korn nehmen, und auch sie tragen noch die Narrenkappe, das Narrenzepter und den Narrenorden. ________________ Bisher im Aufbau Verlag erschienen Die Seifensiederin - ein historischer Roman über die Welt der Düfte, die Liebe und die geheimen Spiele der Macht. Aufbau Verlag, ISBN 3-7466-2277-8 Hahnemanns Frau - eine spannende Romanbiographie über das abenteuerliche Leben des Begründers der Homöopathie und seiner zweiten Frau Mélanie. Diese Buch wurde zweimal für einen Literaturpreis nominiert. Aufbau-Verlag ISBN 3-7466-1778-2 Quo vadis in neuem Internet-GewandeTuesday, December 4. 2007 Maren Winter hat sich der Mammutaufgabe angenommen, unseren Internetauftritt komplett neu aufzubauen. Damit kann ich dankenswerterweise endlich nicht nur das Provisorium ad acta legen, sondern auch die Web-Administration in ihre kundigen Hände legen. Besonders praktisch sind auch die neuen online-Autorenprofile: Alle Autorinnen und Autoren des Kreises können nun eine eigene Profilseite mit einer Auswahl ihrer wichtigsten Veröffentlichungen, Vita, Foto und dergleichen haben. Außerdem ist es nun möglich, die Autoren nach Bundesländern zu finden, was für Regionaltreffen sehr praktisch sein kann. Hinweis an die Autorinnen und Autoren: Da die Aktualisierung dieser Daten ein hoher Arbeitsaufwand ist, bitten wir Euch, dies im Rahmen der Aktualisierung der Lese-Informationen zu machen. Außerdem haben wir mit der neuen Internet-Adresse http://www.historische-romane.org eine etwas leichter zu merkende Adresse gewählt. Natürlich bleibt http://www.akqv.org wie bisher (gleiches Linkziel) ebenfalls aktiv! In diesem Sinne: Ein ganz, ganz herzliches Dankeschön an die fleißige Maren! Zudem: Auch sie hat die gesamte Arbeit vollständig ehrenamtlich erledigt. Die Webseite in ihrer alten Gewandung ... ![]() ... und in der neuen. Alle Mammuts gewuppt. ![]() Viel Zuspruch für „Historica“ in LaufTuesday, November 20. 2007
„Es war toll hier, aber es gibt einen Nachteil: Das wird schwer zu übertreffen sein.“ So brachte Frank Stefan Becker zum Abschluss des Jahrestreffens von „Quo Vadis. Autorenkreis Historischer Roman“ in Lauf an der Pegnitz sein Dankeschön an die Gastgeber auf den Punkt. Nicht nur, dass Beate Hafer-Drescher und Renate Grabmeier von der Stadtbücherei Lauf mit viel Engagement dafür gesorgt hatten, dass organisatorisch alles bestens lief – die Laufer erwiesen sich als wahrhaft literaturbegeistert.
Bereits zum 17. Mal veranstaltete die Kleinstadt mit rund 27.000 Einwohnern Literaturtage, diesmal im Verbund mit dem Quo Vadis-Jahrestreffen „Historica“ vom 9. bis 11. November 2007. Das große Interesse der Laufer für Belletristik zeigte sich bereits am Eröffnungsabend, als Brigitte Riebe aus ihrem Roman „Die Sünderin von Siena“ las. Rund 400 Zuschauer kamen dazu in die Aula der Bertleinschule, und ähnlich großen Andrang gab es zur Langen Lesenacht am Samstag am gleichen Ort. Auf fünf Podien lasen Autoren in zwanzigminütigem Wechsel, den Abschluss bildete eine szenische Gemeinschaftslesung aus dem Roman „Der zwölfte Tag“. Das Improvisationsvermögen der Beteiligten sorgte dafür, dass dieser Ausklang locker und recht vergnüglich wurde. Der Autorenkreis nutzte den Abend zugleich für eine Umfrage unter dem Publikum, wonach jeder als Käufer entscheidet, welchen historischen Roman er im Buchhandel auswählt, z.B. welche Epochen besonderes Interesse finden und wie groß der Einfluss von Titel, Umschlaggestaltung und Preis sind. Als Anreiz zum Mitmachen diente eine Bücherverlosung, für die mehrere Autoren Exemplare bereitgestellt hatten. Fast 200 Fragebögen wurden ausgefüllt, die derzeit ausgewertet werden. Am Samstagvormittag wurden die Gewinner des Quo Vadis-Kurzgeschichtenwettbewerbs im Historischen Wappensaal des Schlosses ausgezeichnet. Thema war diesmal Kaiserin Kunigunde, die für Lauf eine besondere Bedeutung hat. Seit exakt 200 Jahren wird in der Kleinstadt an der Pegnitz ein „Kunigundenfest“ gefeiert. Die Teilnahme war enorm: 76 Kurzgeschichten wurden eingesandt, etliche davon auch aus weit entfernten Orten. Der mit 500 Euro dotierte erste Preis ging an Nessa Altura aus Böblingen für ihre vergnügliche und doppelbödige Geschichte „Kunigundens Versuchung“, den zweiten Preis und 300 Euro erhielt Rudolf Arnold aus Nürnberg, mit dem dritten Preis und 200 Euro wurde Inez Corbi aus Hofheim ausgezeichnet. Auch die Gewinner der Plätze vier bis zehn waren eingeladen und allesamt erschienen. Die drei besten Arbeiten werden in den Wochenendausgaben der „Pegnitzer Zeitung“ veröffentlicht und sollen demnächst auch auf der Internetpräsenz der Stadt Lauf nachzulesen sein. Bei der Vollversammlung am Sonntag waren Entscheidungen für die künftige Arbeit des Autorenkreise zu fällen, der mittlerweile beinahe einhundert Mitglieder zählt, und Funktionen zu bestätigen beziehungsweise neu zu besetzen. Nach fünf Jahren übergibt Ruben Wickenhäuser der gemeinsam mit Titus Müller im Frühjahr 2002 den Autorenkreis initiierte und seitdem einer der beiden Sprecher gewesen ist, Tessa Korber dieses Ehrenamt. Gegenwärtig administriert er noch das Weblog "Itinerarium" und arbeitet die Autoren-Interviews ein. Das Autorenverzeichnis wird von Mani Beckmann allein weitergeführt. Zur Siegelwahrerin wurde Regine Kress-Fricke gewählt. Die Mitgliederliste verwalten Tessa Korber und Frank Stefan Becker. Die Mailinglisten (mit Ausnahme der Gemeinschaftsroman- und Anthologielisten) werden bis auf weiteres von Frank Stefan Becker verwaltet. Webmistress ist fortan Maren Winter. Die Aufgabe der Pressesprecherin, zuvor von Heidi Rehn ausgeübt, wird nun gemeinsam von Ilka Stitz und Sabine Ebert übernommen. Der Autorenkreis nutzte den Abend zugleich für eine Umfrage unter dem Publikum, nach welchen Kriterien historische Romane gekauft werden, beispielsweise welche Epochen besonderes Interesse finden, und wie groß der Einfluss von Titel, Umschlaggestaltung und Preis sind. Die Besetzung des Fördervereins bleibt unverändert. Eine Auflistung mit Adressen findet sich unter http://www.akqv.org/ansprech.shtml. Die entgültige Entscheidung, das nächste Jahrestreffen in Speyer zu veranstalten, wurde vorübergehend zurückgestellt, da hier noch Gesprächsbedarf mit der Stadt besteht. Weitere Vorschläge für Gastgeberstädte, sind genannt, hier sollen nun Sondierungsgespräche mit den jeweiligen Stadtverwaltungen aufgenommen werden. Wer in Lauf dabei war, wird sich sicher nicht nur an die Kälte bei der Stadtführung in Schnee und Regen erinnern, sondern zuallererst an die warmherzige Aufnahme durch die Gastgeber und an viele gute Begegnungen innerhalb des Autorenkreises. Kurzgeschichten-Wettbewerb abgeschlossenThursday, November 1. 2007
Am 31.10.2007 endete die Juryarbeit zum Kurzgeschichtenwettbewerbs von Quo
Vadis in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Lauf. Wir danken allen 76 Autorinnen und Autoren herzlich für ihre Teilnahme und ihre Geduld. Die 10 Teilnehmer der Shortlist wurden inzwischen persönlich benachrichtigt und zur Preisverleihung am 10.11.2007 in Lauf an der Pegnitz eingeladen. Allen übrigen Teilnehmern, die leider nicht in die letzte Runde gekommen sind, wünschen wir für ihre weitere Arbeit viel Erfolg. Diskussionsforum durch Mailingliste und Weblog ersetztWednesday, September 19. 2007 Kurze Notiz: Das Diskussionsforum des Autorenkreises wurde durch die Mailingliste und dieses Weblog-System ersetzt. Über mittelalterliche Fälschungen als KuriosumTuesday, August 28. 2007
von Günter Ruch
Zu Recht gilt das Mittelalter als ein Zeitalter intensiver Urkundenfälschungen. Das weit verbreitete Bild des einsamen Mönchs, der bei schlechtem Licht an seinem Schreibpult hinter tristen Klostermauern zum Fälscher wird, stimmt. Hundertfach, ja tausendfach wurden Urkunden entweder komplett oder in Teilen verändert, verdreht, ins Gegenteil verkehrt. Heutige Urkundenforscher erschließen mit wissenschaftlichen Methoden die meisten Fälle von Fälschungen und Verfälschungen. Durch inhaltlichen Vergleich, die Analyse des Sprach- und Schreibstils, Schriftkunde und die Prüfung der Plausibilität werden Widersprüche und offensichtliche Fehler sichtbar; in Originalurkunden lassen sich unterschiedliche Tinten, Federtypen, Radierungen und Schabungen, gefälschte Siegel etc. physikalisch nachweisen. Das Faktum der Fälschungen ist also unbestritten. Eine der bedeutendsten, ältesten und berühmtesten Fälschungen des Mittelalters ist die „Konstantinische Schenkung“. Hier wird ein Sachverhalt – der angebliche Schenkungsakt aus dem 4. Jahrhundert – in der päpstlichen Kanzlei vielleicht erst im 9. Jahrhundert komplett erfunden, um damit die Vormachtstellung des Papsttums in Europa zu begründen. Darüber hinaus sollten Besitzansprüche der katholischen Kirche an ganz Mittelitalien als ein uraltes Besitzrecht dargestellt werden. Als weiteres, sehr bekanntes Beispiel mittelalterlicher Fälschungstätigkeit kann die so genannte „Goldene Handfeste“ herangezogen werden, in der angeblich Kaiser Friedrich II. (gest. 1250) der Stadt Bern in 54 Artikeln umfassende Stadtrechte und Privilegien gewährte. Die Urkunde ist von den unbekannten Fälschern auf das Jahr 1218 datiert, wurde aber in Wirklichkeit mehr als hundert Jahre später aufgesetzt und ganz einfach zurückdatiert. Ein weiteres berühmtes Beispiel: Eberhard von Fulda, der bekannteste Fälscher des deutschen hohen Mittelalters. Der Mönch oder Laienbruder Eberhard, über den wir sonst nur sehr wenig wissen, nahm vorhandene Urkunden des großen Fuldaer Klosterarchivs, fasste sie in einem „Codex“ von acht Bänden zusammen, von denen sich einer bis heute erhalten hat. Dabei veränderte, verfälschte und verdrehte Eberhard den Urkundeninhalt oft bis ins Gegenteil – „eine der größten Fälschungsaktionen, die im Mittelalter jemals in einer einzigen Werkstatt erfolgten“ (Thomas Vogtherr). Die Alturkunden wurden oftmals vernichtet. Mit dem „Codex Eberhardi“ sicherte der Fälscher seinem Abt den Besitz von Hunderten von Dörfern, Zölle, Wegerechte, Abgaben sowie den Fron- und Spanndienst von Tausenden Hörigen... Können aber die Fälscher des Mittelalters, so wie Eberhard von Fulda einer war, als Verbrecher gebranntmarkt werden? Um das zu entscheiden, müssen die subjektiven Beweggründe der Fälscher betrachtet werden. Und dabei ergibt sich ein Kuriosum. Der mittelalterliche Urkundenfälscher betrachtete sich selbst oftmals genau als das Gegenteil dessen, was er in Wirklichkeit war: Der Fälscher empfand sich als einen Wiederhersteller, als „Restitutor“. Das was er tat, fiel gar nicht unter den auch im Mittelalter strafbaren Tatbestand der Urkundenfälschung. Nehmen wir wieder das Beispiel des Eberhard von Fulda. Sein Abt Markward I. war in den 50er Jahren des 12. Jahrhunderts in einen existentiellen Kampf mit dem umliegenden, einheimischen Adel verwickelt. Die Adelsfamilien hatten sich im Laufe der Zeit und wegen der Schwäche der Klosterführung immer mehr Besitzrechte, Zölle, Dienste usw. aneignen können. Durch diese massiven Entfremdungen ging es dem ehrwürdigen Kloster sehr schlecht. Manchmal war fraglich, was am nächsten Tag auf den Tisch der Mönchsgemeinschaft kommen sollte. Hier kommt der Fälscher Eberhard ins Spiel. Ihn leitete folgende Überlegung: Konnten die Urkunden, aus denen der Adel seine Rechte ableitete, überhaupt Rechtens sein? Eberhards Antwort war Nein. Es musste ein älteres Recht gegeben haben, das für das Kloster günstiger war. Dieses alte, und damit nach mittelalterlicher Vorstellung bessere Recht war irgendwann durch Unachtsamkeit verloren gegangen und musste wiederhergestellt werden, damit alles wieder seine Ordnung hatte. Dass ein Recht, welches die Kirche auf Kosten des weltlichen Adels begünstigte, das bessere Recht sein musste, lag für Eberhard und seine unzähligen Fälscher-Kollegen auf der Hand – schließlich war ein Kloster in den Augen der meisten Zeitgenossen eine überaus gottgefällige Einrichtung, zu nichts anderem errichtet als zum ewigen Lobpreis des Allmächtigen. Eberhard fälschte also, um richtig zu stellen, um das gottgefällige, alte Recht zu restituieren. Insofern war er „Gottes Fälscher“. Der Roman „Gottes Fälscher“, der versucht, die wenigen Spuren von Eberhards Leben nachzuzeichnen und der viele Details zu seinen Fälschungen und den Hintergründen ihres Entstehens bringt, ist als Clubausgabe bei Bertelsmann seit März 2007 erhältlich und wird 2008 als Buchhandels-Ausgabe bei Droemer-Knaur erscheinen. Eine Bitte!Sunday, August 12. 2007
Verehrte Mitglieder des Autorenkreises,
eine Bitte. Wenn es möglich ist, dann gebt für die Kommunikation mit Quo Vadis Mailadressen an, die erhalten bleiben - also wenn es geht nicht gerade t-online-Adressen oder dergleichen, wenn diese beim Wechsel von der Telekom zu einem anderen Anbieter verfallen. Es gibt reichlich Möglichkeiten für kostenlose Mailadressen, sei es via GMX.de, web.de, yahoo.de oder andere Anbieter.Die Änderung Euerer Mailadresse ist zwar kein großer Aufwand, aber ein Aufwand ist sie (immerhin muß sie in mindestens drei internen Datenbanken separat geändert werden), und insbesondere dann problematisch, wenn irgendwo noch Euere alte Adresse gespeichert ist und Ihr daher wichtige Mails des Kreises nicht erhaltet. Daher auch dieser öffentliche Eintrag im Weblog. Da die gesamte Arbeit für Quo Vadis ehrenamtlich erfolgt, möchten wir unsere Ressourcen natürlich so gut wie möglich für den Autorenkreis nutzen. Je weniger wir da mit Adressen hin-und-her zu tun haben, desto besser! Vielen Dank! Plagiate oder Zitationen ausfindig machenThursday, August 9. 2007
(Page 1 of 2, totaling 29 entries)
» next page
Competition entry by David Cummins powered by Serendipity v1.0 |
Quo vadisQuicksearchKategorienStichworte (Tags)ArchivesBlog abonnierenImpressumWebmistress: Maren Winter
Administration Weblog: Ruben Wickenhäuser, Quo vadis Der Administrator ist ausschließlich für die technische Funktionalität des Weblogs verantwortlich, nicht jedoch für Inhalte. Er ist kein "Chefredakteur" oder dergleichen. Die Beiträge geben die Meinung der jeweiligen Autoren wieder, nicht unbedingt die von Quo vadis oder Webmistress bzw. Administrator. Gleiches gilt für Links, für die wir nicht haften. Die Verantwortung für die Inhalte sowie die Prüfung von Trackbacks und Kommentaren liegt bei den Autoren des jeweiligen Beitrags. Die Autoren versichern, daß sie über alle notwendigen Nutzungsrechte von Abbildungen und Texten verfügen, die sie in diesem Weblog verwenden. Die Verantwortung für die Inhalte von Kommentaren und Trackbacks liegt bei den Erstellenden der Kommentare und Trackbacks. Eine mittlerweile in unserem Rechtsstaat erwünschte Vorabzensur kann aus technischen Gründen nicht stattfinden. Dieses Weblog ist kein journalistisches und kein professionelles Angebot, sondern eine Plattform für Neuigkeiten, die in der Freizeit der Autoren von ihnen bereitgestellt werden. Quo vadis besitzt und ist keine Redaktion. Wir können daher keinen professionellen Redaktionsservice bieten. Noch einmal: Dieses Weblog ist nicht journalistisch.
|

